Lycia legt Preisspanne für Börsengang auf 16 bis 18 Dollar fest
Der Arzneimittelentwickler plant die Ausgabe von 14,7 Millionen Aktien. Zur Mitte der Preisspanne ergäbe sich ein Bruttoerlös von 249,9 Millionen Dollar.
Bei Lycia Therapeutics werden die Bedingungen des geplanten Börsengangs konkreter. Im aktualisierten Prospekt vom 20. Oktober 2026 bietet das Unternehmen 14,7 Millionen Aktien zu 16 bis 18 Dollar an. Als Kürzel für die angestrebte Notierung an der Nasdaq ist LYCA vorgesehen. Bei einem Ausgabepreis von 17 Dollar läge der Bruttoerlös bei 249,9 Millionen Dollar. Nach Bankvergütungen und Emissionskosten veranschlagt Lycia einen Nettoerlös von 227,8 Millionen Dollar.
Der endgültige Ausgabepreis steht damit noch nicht fest. Auch ein Abschluss der Emission ist durch die Veröffentlichung der Preisspanne nicht belegt.
Das Unternehmen arbeitet an einem Ansatz zum gezielten Abbau krankheitsrelevanter Proteine außerhalb von Zellen. Die Technologieplattform LYTAC soll solche Proteine an einen Zellrezeptor binden und ins Zellinnere transportieren. Dort übernimmt das Lysosom den Abbau. Ob daraus wirksame und ausreichend sichere Arzneimittel entstehen, müssen klinische Studien zeigen.
Zu den wichtigsten Entwicklungsprogrammen gehören LCA-0061 gegen Immunglobulin E bei Nahrungsmittelallergien und weiteren allergischen Erkrankungen sowie LCA-0321 gegen krankheitsauslösende Autoantikörper bei Morbus Basedow. Beide Wirkstoffkandidaten befinden sich in Phase 1. Mit LCA-0062 bereitet Lycia einen weiteren Ansatz gegen Immunglobulin E für die klinische Entwicklung vor.
Bereits im Juni hatte Lycia frisches Kapital erhalten. Die am 25. Juni gemeldete Finanzierungsrunde der Serie D brachte 75 Millionen Dollar ein. Angeführt wurde sie von Janus Henderson Investors und Balyasny Asset Management. Das Unternehmen wollte damit unter anderem erste klinische Wirksamkeitssignale für seine führenden Programme untersuchen.
Die abgeschlossene private Finanzierungsrunde und der noch geplante Börsenerlös sind getrennt zu betrachten. Für die operative Entwicklung kommt es nun auf belastbare Studiendaten an: Ein messbarer biologischer Effekt allein genügt nicht, um einen Nutzen für Patienten nachzuweisen.